Der Immobilien-Teilverkauf und seine Risiken für Verkäufer

Eberhard Krötz, Geschäftsführer von SKD Immobilien aus Eberbach: „Viele Immobilien-Eigentümer bevorzugen in ihrem Haus oder ihrer Wohnung wohnen zu bleiben. Oft benötigt man aber auch etwas Kapital, zum Beispiel für die Altersvorsorge. Diesen Trend haben viele Firmen erkannt und bieten einen scheinbar lukratives Angebot für Verkäufer. Allerdings sind die Angebote für Verkäufer oft nachteilig.“

Der Immobilien-Teilverkauf ist eine Variante der Immobilien-Verrentung. Beim Teilverkauf ist vorgesehen, dass nur zwischen zehn und 50 Prozent der Immobilie verkauft werden. Der bisherige Eigentümer bleibt alleiniger Nutzer der Immobile und zahlt ein Anteil für die Nutzung für den verkauften Teil. Nachfolgend die Risiken für Immobilienverkäufer.

Der Teilverkaufsvertrag und seine 7 Risiken

Um die Risiken deutlich zu machen, sehen wir uns einmal den erforderlichen Teilkaufvertrag näher an – und zwar als Verkäufer. Zuvor noch ein Hinweis: Die nachfolgenden Risiken sind keine fiktiven Gefahren, sondern basieren auf tatsächliche Verträge, die notariell beurkundet wurden.

1. Das Nutzungsentgelt

Bei nahezu allen Anbietern wird vertraglich geregelt, dass das vereinbarte Nutzungsentgelt im Laufe der Zeit steigt. Es wird also nicht bei den 2 bis 3 Prozent bleiben, die monatliche Belastung wird im Laufe der Jahre deutlich steigen.

2. Die Überbeleihung

In den Vertragsbedingungen wird dem Käufer oft erlaubt Grundschulden zu bestellen, die wesentlich höher als der vereinbarte Kaufpreissein können. Meist werden 110-120 % beliehen. Somit ist das Grundstück für den ursprünglichen Eigentümer nicht mehr beleihbar. Darüber muss sich jeder Eigentümer im Klaren sein.

3. Kosten der Instandhaltung trägt wer?

Sie werden es vielleicht nicht glauben, aber grundsätzlich wünscht der Käufer, dass Sie 100 % der Instandhaltungskosten übernehmen, obwohl der Käufer ebenfalls Eigentümer von 50 % ist. Es wird von ihm auch kontrolliert und wenn Sie ihrer Pflicht nicht nachkommen auch auf Ihre Kosten erzwungen.

4. Einspruchsrechte

Dem künftigen Miteigentümer stehen nach dem Kauf verschiedene Einspruchsrechte zu. Diese können beispielsweise die Vermietung schwer, oder gar unmöglich machen. Sehr oft ist es so geregelt, dass die Vermietung nur zur ortsüblichen Miete, nur als Zeitmietvertrag und oder nur mit einer (unbeliebten) Staffelmiete erfolgen darf. Es gibt sogar ein Recht auf Verweigerung (Verweigerungsrecht), welche der Käufer ausüben kann:  Er kann also verhindern, dass die Immobilie überhaupt vermietet werden darf.

Gerne erläutern wir Ihnen bei einem pers. Gespräch weitere Risiken und zeigen Ihnen andere risikofreie Varianten der Immobilien-Verrentung auf. Hier können Sie sich unsere kostenfreien Ratgeber herunterladen.

Sie möchten mehr über Ihre Möglichkeiten zum Immobilien-Teilverkauf oder zur Verrentung Ihrer Immobilie erfahren? Oder Sie benötigen weitere Informationen zum Thema Wohnrecht oder Nießbrauch? Kontaktieren Sie uns und lassen Sie sich umfassend beraten! Wir freuen uns auf Sie! Telefon: 06271-78000

Hier Beratungstermin online vereinbaren

Ratgeber zum Thema Wohnen im Alter

 

Zum Weiterlesen:

https://www.wohneigentum.nrw/beitrag/vor-und-nachteile-von-wohnrecht-und-niessbrauch

https://www.anwalt.org/niessbrauch-wohnrecht/

https://www.stb-web.de/news/article.php/id/23361

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 Foto: AllaSerebrina / Depositphoto

Bewerten Sie jetzt Ihre Immobilie!

Kostenfrei | Unverbindlich

Proptechs in der Immobilienbranche

Eberhard Krötz, Geschäftsführer von SKD Immobilien aus Eberbach: „Proptechs (Property Technology) stellen eine Erleichterung in der Wohnungswirtschaft dar und gewinnen innerhalb der Immobilienbranche immer mehr an Bedeutung. Welche digitalisierten Lösungen gibt es auf dem Markt und wie können Eigentümer davon profitieren“
Proptechs helfen, den Bereich der Immobilienverwaltung und -bewirtschaftung zu vereinfachen. Doch was sind Proptechs überhaupt? Darunter versteht man Technologieunternehmen der Immobilienbranche und…

Weiterlesen

Immobilie in der Scheidung – Was muss ich beachten?

Eberhard Krötz, Geschäftsführer von SKD Immobilien aus Eberbach: „Leider verlaufen nur wenige Scheidungen friedlich. Oft wird sich um das gestritten, was früher beiden Partnern gemeinsam gehörte. Vor allem bei Immobilien ist es nicht einfach, eine optimale und schnelle Lösung zu finden, was damit geschehen soll. Dabei ist das besonders wichtig. Denn folgt keine Einigung, droht eine Zwangsversteigerung. Diese sollten Paare jedoch unbedingt vermeiden, geht sie doch schließlich oft mit finanziellen Einbußen einher.“

Weiterlesen

Das ändert sich 2020 für Immobilienbesitzer

2020 sieht viele neue Gesetze für Immobilieneigentümer vor. Hierzu zählen die Wohngeldreform, die Einführung des Mietendeckels, eine neue Regelung zur Verteilung der Maklerprovision, die Grundsteuerreform sowie die steuerliche Abschreibung bei der energetischen Sanierung. Wir verraten […]

Weiterlesen

UNSER TEAM

mit Leidenschaft dabei

Beate Albert

Senior-Partnerin I Immobilienberatung

+49 (0) 6271 / 78 000 Beate.Albert@skd-immobilien.de

Eberhard Krötz

Geschäftsführer I Zertifizierter Wertermittler von Immobilien (Dipl. E.I.A.)

+49 (0) 6271 / 78 000 eberhard.kroetz@skd-immobilien.de

Sandra Prommer

Empfang I Backoffice

+49 (0) 6271 / 78 000 sandra.prommer@skd-immobilien.de

Barbara Wagner

Fotografin I Immobilienberaterin

+49 (0) 6271 / 78 000 Barbara.Wagner@skd-immobilien.de

Jeanine Schönig

Immobilienberaterin

+49 (0) 6271 / 78 000 Jeanine.Schoenig@skd-immobilien.de